Trauern & Enden können

Trauern & Enden können

Eventdatum:

November 19, 2021

Eventuhrzeit:

4:00 pm

Veranstaltungsort:

…Damit das Vergangene einen guten Abschied und
das Neue einen Weg ins Leben findet. 

Wenn die Ereignisse sich überschlagen, wenn der Abschied nicht möglich war oder nie sein wird.

Wenn Abschiednehmen zu schmerzlich ist oder einfach nicht gelingen will. 

Wenn das Neue sich nicht einstellen will oder der Blick eher zurückgewandt ist. 

Aber auch wenn der Schmerz und der Wunsch nach dem Vergangenen einfach zu schwer wiegt und nicht weicht. 


FÜR 

Menschen, die einen Verlust, einen Übergang erfahren haben, oder einfach das Gefühl von Trauer erleben, sei es aufgrund von:

  • Tod, Abschied, Trennung von einer wichtigen Person
  • Dem Verlust oder dem notwendigen Abschied von einem Arbeitsplatz oder einer Freundschaft
  • Eine unerwünschte Veränderung der Lebenssituation
  • Tiefe, überwältigende oder herausfordernde Gefühle in Bezug auf die aktuelle Welt und Lebenssituation
  • Veränderung der familiären Situation, Heirat, Geburt, Scheidung, Krankheit, Probleme mit Kindern
  • Um den Anfang oder um das Ende eines Lebensabschnitts zu würdigen

Willkommen sind auch Menschen, die wenig Zugang zu ihren Trauergefühlen haben, und die einen sichereren Umgang mit Verlusten, Abschied und Tod erfahren möchten


Verpasste Abschiede

Abschiede und Verluste lösen Stress und Angst aus, weil wir nicht vertraut sind mit unserer natürlichen Fähigkeit zu trauern. Ohne Erfahrungen und Vertrauen in die damit einhergehenden emotionalen, physischen und mentalen Prozesse sind Veränderungen schwierig und emotional sowie körperlich energiezehrend. 

Abschiede und Trennungen sind schwierig, weil Trauer- und Abschiedskompetenz in unserer Kultur kaum erlebt, gelehrt und gelernt wird. Nicht zuletzt fehlt der Rahmen, der den Trauerprozess ermöglicht und unterstützt. 

In einer Zeit, in der wir – mehr als sonst – auf uns selbst zurückgeworfen sind, ist es besonders herausfordernd, die notwendige Trauerarbeit zu leisten für die Abschiede und Veränderungen, die wir in verschiedenen Bereichen erleben. 

Trauern ist eine soziale Fähigkeit. Mit der Unterstützung anderer ist Trauer schneller und nachhaltiger zu lernen und zu durchleben.

****

Trauer ist ein Lern- und Regenerationsprozess. Ohne Trauer fühlen wir uns zunehmend leerer ,und es ist, als würden wir mit jedem Abschied etwas verlieren. Das Gefühl von Leere und Gebrochensein kann allerdings auch ein Indikator dafür sein, dass Trauer nicht erfolgt ist. Vollzogene Abschiede hingegen bestärken und ermächtigen – sie helfen zu verstehen was uns so wichtig ist, um es in einer anderen Form wieder in der Welt finden und erschaffen zu können. 


Die neuen Zeiten erzwingen Trauerkompetenz in unserem Alltag

In der Kultur, in der wir leben, ist Trauer individualisiert und findet eher im Verborgenen statt. 

Seit vielen Jahren beschäftigt mich die Vision, dass Trauer wieder in unserem gewohnten Umfeld praktiziert werden kann. Idealerweise mit den Menschen, die uns umgeben. Trauer sollte wieder ein integrierter, gesunder Teil unseres Lebens sein, so wie das bei unseren Vorfahren war. 

Die neuen Umstände der Corona-Krise haben eine Situation geschaffen, in der es viel zu betrauern und nicht vollzogene Abschiede gibt. 

Nutzen wir diese Chance und laden wir die Trauer wieder ein, lernen wir, wie sie uns hilft, die Dinge anzunehmen und daraus Stärke zu gewinnen. 

Holen wir die längst vergessene Weisheit alter Trauerkulturen und damit das Wissen unserer Vorfahren wieder in unsere Wohnzimmer. Erleben wir gemeinsam, wie wir uns in der Trauer unterstützen können, und wie heilsam das Trauererleben ist, und dass es nicht zuletzt der Nährboden für Neues ist. 


WAS ES IST 

 

  • Ein Geschützter und sichererer Raum sowie ein klar strukturierter und schützender Ablauf, um den Abschieden heilsam begegnen zu können
  • Eine Nachhaltige Stärkung der emotionalen Intelligenz für den privaten sowie beruflichen Alltag: Erlernen der eigenen Trauerfähigkeit, d.h. Erfahren der eigenen Fähigkeit, Verluste und Abschiede betrauern und Neues beginnen zu können.
  • Ein Prozess, der die eigenen Erfahrungen und die Lebensgeschichte würdigt und hilft, diese zu verstehen und zu integrieren
  • Ganzheitlicher Ablauf:  Bewegung und Musik, kreative Gestaltungen (Malen, Schreiben, Modellieren), Rollenspiele, symbolische Handlungen und klar strukturierte Abläufe (Rituale) bringen die natürliche Trauer ins Fließen.
  • Trauererfahrung eingebettet in den Alltag und damit auch intensive Unterstützung der Integration der Erfahrung

…. das alles als behutsamen Weg, bei dem die Trauer als Quelle der Kraft und Lebensfreude entdeckt wird, um bei sich selbst anzukommen, Entlastung zu spüren und darin den Schlüssel zu neuen Lebensperspektiven zu finden.

 

Termine:

19. bis 21. November,  26. und 27. November jeweils 16:00 bis 21:00 Uhr sowie am 28. November von 9:30 bis 13:30 Uhr

 

Hier kannst du das Feedback der vergangenen Trauerworkshops lesen. 

 

Event Timelines

Vorbereitung

Vor dem Seminar erhältst du einen Brief, der dir helfen wird, dich und deine Umgebung gut für den Prozess vorzubereiten.

Die ersten drei Tage

Bei unserem ersten Treffen lernst du etwas über das Phänomen Trauer in unserer Kultur. Du verstehst die Folgen und Symptome nicht ausgedrückter Trauer und lernst ein neues Verständnis von stärkender Trauer. Du lernst u.a., eine Trauerhaltung einzunehmen, die es dir leichter macht, den eigenen Schmerz zu durchleben. So kannst du auch leichter andere unterstützen, ohne selbst zusätzlich belastet zu werden. Du hast Zeit zu resümieren, welche unbetrauerten Ereignisse deine Aufmerksamkeit brauchen. Bevor wir dem begegnen, was wir betrauern und verabschieden wollen, werden wir einen sicheren Boden bereiten. Wir stärken uns, indem wir unsere Ressourcen aufbauen und lernen, wie wir uns selbst und andere im Trauererleben unterstützen können. Damit werden wir die emotionale Entwicklung „nachholen“, die es braucht, um Abschied nehmen und der Veränderung begegnen zu können. Du wirst Zeugen haben für das, was dir widerfahren, ist und wirst deine Geschichte und das Erlebte anderer bezeugen. Du wirst erleben, wie du als Zeugin oder Mitfühlender auch deinem eigenen Schmerz begegnest und diesen umwandelst. Es wird Zeit und Übungen geben, die dir helfen herauszufinden, wo in deinem Leben „Trauer“ steckengeblieben oder nicht erfolgt ist, und wo zu erwarten ist, dass du die darin verbliebene Kraft zurückgewinnen kannst. Verlass dich darauf, dass wir alle Sinne einbeziehen werden. Es wird Zeit geben für Bewegung, Schreiben, Malen, Modellieren, Spüren, Sein. 
Halte Taschentücher bereit und sei zugleich darauf vorbereitet, dass es immer auch etwas zum Lachen und zum Schmunzeln gibt.

Der zweite Abschnitt

Im zweiten Abschnitt werden wir gemeinsam eine tiefe Heilungsreise antreten, denn inzwischen sind wir ausreichend darauf vorbereitet, den Abschied wirklich zu vollziehen. Wir werden gemeinsam ein Abschiedsritual vorbereiten und durchführen, in dem noch einmal alles gesagt und gefühlt werden kann. Der Moment ist gekommen, um dich bewusst von Menschen, die in deinem Leben wichtig waren, zu verabschieden und ihnen einen guten Platz zu geben. Du findest Ausdruck für deinen Schmerz, wirst gesehen und gewinnst dadurch deine Lebensenergie zurück. Durch all die sorgfältigen Vorbereitungen wird es möglich sein, dass du eine ganz einzigartige, zarte und heilsame Erfahrung mit dem Abschiedsschmerz machst … und dass du dabei gut begleitet und unterstützt bist. Der letzte Tag dient der Integration und den Abschieden, die nicht mit Menschen verbunden sind. 
Du wirst stärkende Rituale erleben, die dich mit dem Leben und seinen Kreisläufen verbinden und die dich mit allen Zellen spüren lassen, was jetzt in dir wachsen und erblühen will. Wir werden dich gut darauf vorbereiten, dich wieder mit deinem Umfeld und dem Alltagsleben, das für einen Moment angehalten war, zu verbinden.

Nachbereitung

Nach der Erfahrung wirst du noch einen Brief erhalten, der dich bei der Integration begleiten wird. Darüber hinaus gibt es während und nach dem Seminar eine „Trauergalerie“, in der du deine Texte, Bilder und Gedanken mit anderen sicher teilen kannst.

jetzt registrieren:

Ticket Type:

Menge: Gesamt

Event F.A.Q.

Was braucht es für die Teilnahme?

* verpflichtende Teilnahme an allen Terminen (6 x 5h) jeweils Freitag bis Sonntag 16 bis 21 Uhr * einen ruhigen Raum und eine ruhige Umgebung, um den Prozess gemeinsam - online - durchlaufen zu können. *eine stabile Internetverbindung *Materialien zum Zeichnen, Malen, Gestalten, Papier und ein Klanginstrument * Zeit für Vorbereitung (Empfehlung mindestens einen halben Tag zur Einstimmung und einen halben Tag zum Ausklang). * Offenheit, Experimentierfreude, Neugierde und Bereitschaft, sich auf den eigenen Trauerprozess einzulassen und andere dabei zu unterstützen

Was habe ich davon?

Unser Ziel ist es, dass du erlebst … wie festsitzende Trauer umgewandelt werden kann …wie heilsam Trauer sein kann … wie unterstützend und um wieviel einfacher und heilsamer Trauer in Gemeinschaft ist … dass es möglich, ist die Angst vor dem Loslassen und vor Abschieden zu verringern … wie du dich wieder stärker mit dem Leben und seinen natürlichen Kreisläufen wie Werden-Sein-Vergehen verbunden fühlst … eine neue Einstellung zur eigenen und zu fremder Trauer und damit eine sichere Begegnung mit den notwendigen Abschieden und Veränderungen im Leben

Was ist die Veranstaltung nicht?

Dieses Seminar ist kein Therapieersatz und verlangt durchschnittliche psychische Belastbarkeit. Der Fokus der Arbeit ist die persönliche Entwicklung. 
 Dieses Seminar ist erfahrungsorientiert und verlangt die aktive Teilnahme.

Wie wird genau gearbeitet?

* 7-15 Teilnehmende * Zoom-Raum und Übungen und Austausch in Kleingruppen * Online-Galerie für Beiträge wie Gedichte, Lieder, Bilder * Materialien für Übungen während des Seminars und ebenso als Vor- und Nachbereitung

Leitung und Begleitung

Ulrike Reimann & Assistenz „Wo sind die Räume in denen wir unsere Trauer (immer wieder neu) leben und ausdrücken können? Wo können wir solidarische und einfühlsame Unterstützung, Halt und Orientierung in Zeiten der Veränderung erfahren, ohne als krank, bedauernswert und hilflos zu gelten? Und wie gelingt es, die Trauer über unerwünschte Veränderungen und Verluste zu durchschreiten, ohne darin stecken zu bleiben?“ Die Sehnsucht nach einem anderen Umgang mit Verlusten und Veränderungen führte mich zu dem Trauerforscher und Psychologen Dr. J. Canacakis. Es folgten Jahre, in denen ich mich auf die Suche nach alten, europäischen Trauerkulturen begab. Die Ergebnisse dieser intensiven Auseinandersetzung sind in meinem Buch „Trauern in Gemeinschaft“ veröffentlicht. Interessiert an den verschiedenen Zugängen zum Thema lernte ich in den vergangen Jahren bei verschiedenen renommierten internationalen Lehrerinnen und Lehrern auf dem Gebiet der Trauer: u.a. Stephen Jenkinson, Sobonfu Some, Zenith Virago, Daan van Kampenhout. Trauer-Orte zu entdecken, neu zu schaffen und immer wieder zu beleben, habe ich mir inzwischen zur Aufgabe gemacht. In der Corona-Krise begann ich, mit dem Künstler Tuomas Rounakarri Online-Trauerkreise zu entwickeln und anzubieten, die auf eine sehr gute Resonanz stießen. Der nicht enden wollende Ausnahmezustand sowie das Alleinsein mit den Abschieden und den vielfältigen Traueranlässen habe ich zum Anlass genommen, ein Format zu entwickeln, welches das Wissen aus 15 Jahren Trauerarbeit überträgt und dazu neue Techniken nutzt.

Teilnahmebeitrag

Der Teilnahmebeitrag für 6x5 Stunden jeweils Freitag bis Sonntag 16 bis 21 Uhr sowie für Vor-, Nachbereitungs-, und Seminarunterlagen beträgt 290 Euro

Veranstaltungsort:

Gesamtzahl Plätze: 16

Zeitplan

  • November 19, 2021 4:00 pm - Mai 21, 2021 - 9:00 pm
  • November 20, 2021 4:00 pm - März 27, 2021 - 9:00 pm
  • November 21, 2021 4:00 pm - März 28, 2021 - 9:00 pm
  • November 26, 2021 4:00 pm - April 2, 2021 - 9:00 pm
  • November 27, 2021 4:00 pm - April 3, 2021 - 9:00 pm
  • November 28, 2021 9:30 am - April 4, 2021 - 1:30 pm

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Emotionskultur

Wir zeigen, wie unbewusstes sowie nicht genutzte menschliche Fähigkeiten: Träumen, Fantasie, Intuition und Emotionen –  das Zusammenwirken deutlich verbessern und zu Kreativität, mehr Wohlbefinden und mehr Wirksamkeit führen.

Bei uns haben starke Gefühle wie Trauer Platz, ebenso wie mutige Gedanken und Taten.

Erleben Sie gesunde Teams und Organisationen: Erfahren Sie, dass es möglich ist scheinbar gegensätzliches zu verbinden und dass Freude, Spiel, Phantasie und Emotionen nicht das Gegenteil sind von Effizienz, Leistung und Erfolg.

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